Wie dieses Bild entstand!

 

Dieses Bild ist im Oktober 2018 in der Nähe von Bremen entstanden. Oft ärgere ich mich darüber, dass ich nicht in den wunderschönen Alpen oder direkt am Meer wohne, wo doch alles „sooo viel schöner ist“. Papperlapapp sage ich Dir: Die Schönheit der Natur ist vor unseren Augen. Wir müssen sie nur sehen. Jede Landschaft, jedes Tier, jede Pflanze und jeder Mensch ist schön! Viel zu selten machen wir uns Gedanken darüber.

Wann hast Du das letzte Mal einen „einfachen“ Grashalm betrachtet und ihn mit dem Respekt beim Abkehren verabschiedet, der doch eigentlich angemessen ist? Auch ein Grashalm, ein einziger, ist ein Wunder der Natur. Mit Fähigkeiten ausgestattet in einer harten Umgebung zu überleben. So überleben tausende Grashalme jeden Tag sogar ganze Fußballspiele der Kreisliga. Und ich habe gehört, dass sogar ein paar Grashalme ein Spiel überlebt haben, bei dem „Katsche Schwarzenbeck“ mitgespielt hat. Sollten wir da nicht mehr Respekt zollen?

Wird das jetzt ein ganzer Artikel über Grashalme, wirst Du Dich vielleicht jetzt fragen. Die Antwort lautet „nein“, aber ganz ehrlich? Ich könnte einen schreiben! Wir Menschen gehen zu leichtfertig mit unserer Natur um und zerstören sie. Und wir verstehen nicht, dass die Natur hervorragend ohne uns leben kann. Andersrum geht das nicht. Aber gut – widmen wir uns mal dem Bild. 

Urlaub vom Alltag

 

An diesem Morgen war ein magischer Moment. Ich fuhr vor Sonnenaufgang hinaus an die Hamme. Das ist ein kleiner Fluss in der Niedersächsischen Geest. Ich dachte mir, hier kann es vielleicht ein schönes Foto geben. Auf „Urlaub vom Alltag“ wäre ich in diesem Moment gar nicht gekommen.

Es war nämlich stockduster und ich lud meine Fotoausrüstung aus und bepackte mich, wie einen Esel. Ich hatte eine kleine Taschenlampe dabei, die auch dringend nötig war, weil ich an diesem Ort zuvor noch nicht war. Ich suchte mir einen Weg zum Wasser und fand ihn schnell. Aber wo sollte ich hier ein anständiges Foto bekommen? Ein Motiv war nicht in Sicht. Von einer kleinen Brücke über der Hamme konnte ich einige schöne Plätze entlang des Flusslaufs sehen, die aber schier unerreichbar schienen. Ich zog also etwas entmutigt wieder ab in Richtung Auto und war traurig, dass ich mein Bild wahrscheinlich hier und heute nicht bekomme.

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt

 

Plötzlich sah ich einen kleinen Trampelpfad am Wegesrand. Er lag dort im hohen Gras: Zag, fast nur angedeutet. Aber ich pflügte mich und meine anschließend völlig durchnässte Hose den Pfad entlang, verabschiedete mich respektvoll von allen Halmen und stand plötzlich am Ufer dieses schönes Flusses. Ich dachte in dem Moment, was ich doch für ein Glückskind bin. Und da hatte ich noch nicht mal bemerkt, dass ein feiner Nebel über der Landschaft lag, die ich nun endlich fotografieren konnte.

Was dann passierte, raubte mir buchstäblich den Atem. Die Sonne ging auf. Klar, das macht sie jeden Tag. Aber sie ging nicht einfach nur auf, nein. Sie schaute mich plötzlich durch ein paar spärlich gewachsene und vom Herbst eingefärbten Bäume direkt an. In diesem Moment wusste ich nicht nur um die Perfektion – nein ich fühlte sie. Sie ist ständig da: Direkt vor und hinter uns. Voller Glück begann ich ein paar Bilder zu machen. Heraus kam unter anderem dieses!

Das war Urlaub! Das war perfekt. Nein, es ist noch immer perfekt, da dieser Moment in meiner Erinnerung ebenso präsent ist, wie er tatsächlich vor Ort schon war.

Lies hier meinen Artikel zu: Auch ein Moment kann unendlich sein!

Aber der Ausflug hatte nicht nur ein ansehnliches Bild zur Folge. Er brachte mich einmal mehr auf die folgenden Gedanken:

Gehe ungewöhnliche Wege!

 

Gewöhnliche Situationen ergeben gewöhnliche Fotos. So ist es auch im Leben. Wenn Du ungewöhnliche Wege gehst, erfährst Du auch ungewöhnliche Sachen. Es ist gut, richtig und wichtig im Leben zu planen. Hin und wieder aber solltest Du mal vom Pfad abweichen. Deine schönsten Geschichten sind doch nie entstanden, in dem Du gesagt hast: „Super, mein Urlaub lief wie geplant“. So richtig legendär wurde und wird es immer, wenn etwas passiert, mit dem Du nicht gerechnet hast. Mache Dir das immer klar, wenn es mal nicht so läuft, wie Du es Dir vorgestellt hast. Vielleicht passiert hier gerade die Geschichte, die Du auch in drei Jahren noch mit den Worten „das glaubst Du mir nie“ einleiten wirst. Aber zurück zum Foto, ich schweife ab.

An diesem Tag entstanden mehrere Fotos, die mir heute immer noch gut gefallen. Ich musste unter anderem auf einen Baumstamm klettern, der abgestorben in den Fluss ragte. Das war wackelig, kann ich Dir sagen. Mehrmals war ich drauf und dran abzustürzen. Keine Angst, es bestand keine Lebensgefahr für mich. Es war nicht sehr hoch. Aber mit dem Schlamm, der links und rechts in Ufernähe verteilt war, hätten meine Klamotten und später mein Auto Spaß gehabt. Und meine Waschmaschine hätte wohl schon beim bloßen Anblick ihren Dienst quittiert. 

Wie Du Dir Dein Leben erleichterst

 

Aber woran erkennt man denn jetzt den gewöhnlichen Weg. Kleiner Tipp: Im ersten Satz dieses Absatzes steckt die Antwort: Du erkennst ihn am Wörtchen „man“. Sobald Du im Kopf hast „Das macht man aber nicht“ lohnt es sich zumindest mal hinzuschauen, wer dieser „man“ überhaupt ist. Oftmals sind es nicht Deine Regeln, die hinter dieser Floskel stecken. Es sind die Regeln anderer Menschen, Deiner Eltern vielleicht, Deiner Kollegen oder Bekannten. Sie haben es in jahrzehntelanger Arbeit geschafft, ihre Grenzen in Deinem Kopf zu implementieren. Sie meinten es nur gut, ohne Frage. Und in der Situation, in denen Du Dein „Man“ förmlich eingeatmet hast, hatte es auch seine Berechtigung. Aber frage Dich doch nur heute und morgen mal bei jedem „Man“, das Du denkst oder hörst, ob Du es wirklich noch brauchst. Höre anderen beim „Manreden“ zu und frage Dich, ob Du dieses „Man“ auch hast. Bedenke immer: „Man“ sind die Grenzen anderer Leute. Setze ab heute Deine eigenen Limits! 

Du wirst sehen, wie befreiend es sein kann, sein „man“ zu kennen und bewusst in die Ecke zu stellen. Darüber hinaus wirst Du merken, dass Du zu Dingen in der Lage bist, die Du Dir vorher selbst nicht zugetraut hast. Bedanke Dich ordentlich beim „man“ und sage ihm: „Heute brauche ich Dich nicht“. Neben tollen Bildern bei der Fotografie erfährst Du plötzlich ein losgelöstes Gefühl von Freiheit. Und Freiheit ist das wichtigste Gut des Menschen!

Jetzt aber genieße Dein Wochenende und freue Dich auf alles, was noch in Deinem Leben kommt. Denk dran: Die schönsten Geschichten Deines Lebens hast Du noch gar nicht erlebt!

Schön, dass Du hier bist!

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