Den Blog und die Fotografie betreibe ich vollständig nebenberuflich. Wenn ein Artikel so beginnt, weißt Du, es folgt eine kurze Erklärung dessen, was jetzt folgt. 🙂

Ich versuche regelmäßig Artikel zu schreiben und mit Dir zu teilen, weil ich meine Erlebnisse, meine Fotos und meine Abenteuer mit Dir teilen möchte. Nicht immer schaffe ich es aus zeitlichen Gründen aufwendige Artikel zu schreiben. Und dennoch möchte ich Dir einen Mehrwert bieten. Deswegen wird es zwischendurch immer mal wieder schnelle Tipps für bessere Fotos geben, die auch Du hoffentlich gut für Dich nutzen kannst. Und wer hat eigentlich definiert, dass ernstgemeinte Tipps auch immer todernst rübergebracht werden müssen? Egal, wer es war: Ich hoffe der liest das hier nicht oder ist wenigstens nicht stärker als ich.

Zwischendurch werde ich versuchen diese schnellen Tipps ausführlich in weiteren Beiträgen zu beleuchten, so dass Du auch bald Deine eigenen Fotografie-Abenteuer starten kannst. Heute beginnen wir gleich mit dem wichtigsten Thema, das die Fotografie zu bieten hat: Die Rolle des Lichts!

Das Licht – Die Essenz der Fotografie

Die Bilder, die in diesem Beitrag vorkommen, hatte ich Dir in den vergangenen Artikeln bereits gezeigt. Am Ende des Artikels findest Du die Links, so dass Du hier die Umstände, unter den die Fotos entstanden sind, noch mal nachlesen kannst. Es lohnt sich! Ehrlich! 

Heute möchte ich Dir erzählen, was aus meiner Sicht so wichtig an der Rolle des Lichts ist! Obwohl das relativ offensichtlich ist: Alles! „Fotografie“ bedeutet bekanntlich „Malen mit Licht“ oder auch „Zeichnen mit Licht“. Technisch funktioniert es so, dass Licht durch eine Linse (z.B. Deiner Kamera oder Deines Smartphones) auf einen Sensor fällt und über Rezeptoren auf ebendiesem Sensor zu einem Bild zusammengesetzt wird, das wiederum heute meistens auf einer Speicherkarte in kryptische Namen mit komischen Kürzeln (JPG, RAW etc.) umgewandelt wird. Eine ziemlich unromantische Sichtweise auf die Fotografie, findest Du nicht? 

Jetzt geht es leider nicht immer um Romantik. Die Fotografie besitzt zweifelsohne einen technischen Teil. Und spätestens dann, wenn Du dich entscheiden solltest nicht mehr Deiner Kamera alle Einstellungen zu überlassen, musst Du Dich damit beschäftigen. Aber dennoch halte ich das nicht für den wichtigsten Teil des schönsten Hobbys der Welt. Denn hast Du schon mal versucht in einem Vakuum im Weltall, ohne natürliche oder künstliche Lichtquelle ein Foto zu machen? Solltest Du mal, aber warm anziehen nicht vergessen!

Technik – *Gäääääääähn*

Ohne Licht kannst Du machen, was Du willst: Aber ein Bild entsteht dabei nicht. Ich stelle mir gerade vor, wie ich versuche ohne Licht meine Kamera zu finden und aufzubauen. Da sind nasse Füße vorprogrammiert. Die Erfahrung zeigt, überall wo ich fotografiere, gibt es nasse Füße. Licht ist also von entscheidender Bedeutung. 

Jetzt kann man in der Fotografie Licht in zwei Kategorien unterscheiden: Quantität und Qualität. Die Quantität, besser ihr Gegenteil, somit die Antiquantität, also die Situation mit wenig Licht (ich schöpfe gerne neue Worte 🙂 ) stellt den Fotografen gerne vor große Herausforderungen. Wenn wenig Licht auf den Sensor kommt, muss ich entsprechend lange belichten. Bei langen Belichtungszeiten ist es unmöglich ein scharfes Bild an die Speicherkarte oder den Film zu übergeben, so dass ein Stativ nötig wird. Ausnahme ist natürlich ein Abbild eines Topmodels: Hier entstehen auch bei Verwackelungen scharfe Bilder. Ein Zuviel an Licht gibt es tatsächlich auch, aber das würde jetzt den Rahmen sprengen.

Wichtiger als die Quantität ist aber bei weitem die Qualität. Bei Antiqualität, also schlechtem Licht (Wortschöpfungstopform heute), muss ich mich schon auf den Kopf stellen, um einigermaßen ansehnliche Fotos zu bekommen. Und das meine ich tatsächlich wörtlich: Ich kann vielleicht ein bisschen mit dem Motiv oder der Perspektive spielen. Aber ein besonderes Foto entsteht dabei nicht. Außerdem wird mir immer schlecht, wenn ich auf dem Kopf stehe oder liege. 

Du kennst das sicherlich von Deinen Urlaubsschnappschüssen. Der Mensch hat die komische Angewohnheit zu verreisen, wenn das Wetter gut ist. Dann will er im Urlaub natürlich ausschlafen und steht erst auf, wenn der Tag schon längst begonnen hat. Nach einem ordentlichen Frühstück kann man sich dann ab und an mal bequemen das Hotel, die Ferienwohnung oder was auch immer zu verlassen und steht nun um 12 Uhr Mittags, kurz vor dem nächsten Snack, vor der völlig überlaufenen Sagrada Familia. Und nu? Kamera raus, Draufhalten, Fotomachen! Ist Dir da jemals ein Bild geglückt, bei dem Freunde oder Verwandte raufgeschaut haben und vor Entzückung einen Purzelbaum direkt auf dem Perserteppich vor Deiner Couch gemacht haben? Mir nicht. Ich habe nämlich keinen Perserteppich.

„Zum Fotografieren braucht man Zeit. Wer keine Zeit hat, kann ja knipsen“ – Autor unbekannt

Diese Art der Fotografie ist ein reines Knipsen. Verstehe mich nicht falsch: Nichts spricht dagegen. Ich selbst knipse auch mit Begeisterung erfreue mich dieser Bilder. Es entstehen Fotos, die für mich persönlich einen besonderen Wert haben. Nicht aber für andere Menschen. Die beginnen schon das Gähnen, bevor wir überhaupt den Diaprojektor aufgebaut haben. Wer hat noch einen Diaprojektor neben dem Grammophon im Schrank? Wer weiß noch, was Dias sind? 🙂 

Die Lichtqualität ist das wichtigste bei einem Bild überhaupt. Es gibt Zweige der Fotografie, die schummeln sich ihr Licht mit Blitzgeräten zurecht. Und bevor der große Aufschrei losgeht: Bleib sitzen und entspanne Dich: Nichts ist schlimm daran. Im Gegenteil: Wenn Du mit Fotografie Dein Geld verdienst und Du hast die Möglichkeit Dir Dein eigenes Licht zu schaffen (das hat bisher nur einer in der Geschichte der Menschheit geschafft), dann musst Du das tun.

Ich habe das übrigens in der Landschaftsfotografie auch mal versucht. Ich stand auf dem Feldberg im Schwarzwald und hatte glasklare Sicht. So konnte ich sogar den Gipfel der Zugspitze erkennen. Herrlich! Aber die dunklen Täler zwischen Schwarzwald und Allgäu waren leider überhaupt nicht gut ausgeleuchtet. Also machte ich mich ran und stellte in etwa 253.422 Blitzgeräte vor den wichtigsten dunklen Stellen auf. Nach etwa 3 Jahren und 121,4 Tagen war ich wieder zurück auf dem Feldberg. Leider lag alles im Nebel, so dass ich mein Foto nicht machen konnte, an diesem Tag. Da machste nix!

 

 

Raus aus dem Boxspringbett

Die Lösung in der Landschafts- und Naturfotografie liegt also auf der Hand: STEH AUF! Sorry, ich wollte nicht schreien! Rutschte mir so raus. Lies das Folgende bitte mit einer sanfteren, imaginären Intrakopflesestimme: „Steh doch bitte, bitte, bitte zur richtigen Zeit auf und gehe raus, wenn das Licht schön ist“. Besser? Puh, noch mal gerettet. Für Langschläfer bietet sich auch der Sonnenuntergang an. Studenten sollten gerade mit dem Frühstück fertig sein. Für alle Anderen gilt: Nicht Abendessen zubereiten, wenn es draußen dämmert. Essen kannst Du auch, wenn es schon dunkel ist. Morbide Witze erspare ich Dir an dieser Stelle aus Gründen der Pietät lieber. 

Zusammenfassend kann ich Dir sagen: Das Licht ist um den Sonnenaufgang herum und um den Sonnenuntergang mit einem Abstand von hier bis zur Sonne am besten. Solltest Du Dich jetzt gerade auf halbem Weg zur Sonne befinden, gilt das für Dich natürlich nicht. Für alle anderen aber macht es Sinn, die sogenannte blaue Stunde und die goldene Stunde auszunutzen. Was das ist und wann sie stattfinden, erfährst Du in weiteren Artikeln unten bei „Weiterlesen“. 

Ein längerer Abschluss

Zum Abschluss möchte ich Dir zwei fotografische Stichworte mit auf den Weg geben, die mich sehr prägen. Ich gebe sie im Wortlaut meiner Erinnerung wieder. Ob die Quellenangabe stimmt, kann ich nicht mit Sicherheit sagen. Ich weiß nur, dass ich diese Sprüche leider nicht erfunden habe:

  • Der Amateur sorgt sich um die richtige Ausrüstung, der Profi sorgt sich ums Geld und der Meister sorgt sich ums Licht. Georg IR B.
  • „Zwischen zehn und drei, hat der Fotograf frei.“

Die zweite Weisheit habe ich etwas frisiert. Die Uhrzeiten werden irgendwie immer anders angegeben. Es handelt sich dabei auch um einen Richtwert. 

Ich weiß, ich habe Dir den Schluss schon angekündigt. Aber da musst Du jetzt durch, mir ist gerade noch was eingefallen. Natürlich gibt es Ausnahmen, was das „schlechte Licht“ betrifft (gell, liebe Makrofotografen?). Ich aber fotografiere am liebsten Landschaften (wenn ich nicht gerade mittagsmüde vor der überfüllten Sagrada Familia knipse). Und da gilt aus meiner Sicht der folgende Satz (den ich mir tatsächlich ganz alleine ausgedacht habe): Haste schlechtes Licht, haste schlechtes Foto! Solltest Du Dich jemals gefragt haben, was ein „Klammerabsatz“ ist (und ob es ihn überhaupt gibt): Jetzt weißt Du es.

Okay, einer noch. Aber dann ist auch Schluss. Du fragst Dich, was daran denn ein schneller Tipp zur Fotografie sein soll. Ganz ehrlich? Weiß ich auch nicht. Aber nur, weil es Tipps sind, müssen sie ja nicht gleich immer so ernst und mit Bart rübergebracht werden. Nächstes Mal aber gebe ich nur einen Quicktipp. Höchstwahrscheinlich zumindest. Naja, vielleicht. Okay, mal sehen. Wird wohl auch wieder länger. Aber jetzt höre ich auf!

In diesem Sinne: Schön, dass Du hier bist!

Weiterlesen

Lies hier die Artikel über die in diesem Beitrag verwendeten Bilder:

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt

In der Ostsee

Hier gibts gute Artikel zur blauen und goldenen Stunde:

https://www.ddpix.de/die-blaue-stunde-berechnen/

https://www.foto-kurs.com/blaue-stunde.php

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