Nahezu jeder Mensch ist auf der Suche nach seinem persönlichen Glück und möchte dabei dauerhaft glücklich werden. Ausnahmen bilden höchstens die, die es schon sind. Wir anderen aber suchen weiter. Dabei lassen wir unseren Blick gerne in die Ferne schweifen. Ein anderer Ort, ein anderer Job, eine Aussprache mit dem Partner oder der Partnerin: Überall wähnen wir unser potenzielles Glück. Dabei liegt auch Dein Glück direkt vor Deiner Haustür. Du musst es nur sehen!

Ich werde Dir im folgenden Artikel vier Bilder zeigen, die ich allesamt mehr oder weniger dieses Jahr vor meiner Haustür aufgenommen habe. Dabei geht es nicht um die Perfektion der Fotos, denn mal ehrlich, auch das Glück an sich ist nie perfekt. Es geht um die Glücksmomente, die ich erleben durfte. Am Ende des Beitrages erfährst Du, wie Du Deinem persönlichen Glück vielleicht wieder ein Stück näher kommen kannst. 

Wie das Bild entstand

 

Dieses Bild habe ich am 29. April 2018 an der Weser aufgenommen. An dieser Stelle mündet die Lesum – ein kleiner Nebenfluss – in ihre große Schwester, so dass das Wasser auf seine nicht mehr allzugange Reise in Richtung Nordsee und Atlantik geht. Ich entschied mich abends, auf der Couch sitzend, spontan dazu einen kleinen Ausflug mit meiner Kamera und dem Fahrrad zu machen, um den Sonnenuntergang zu fotografieren. Zwar wusste ich noch nicht, wo es genau hingehen sollte, aber ich packte erst mal meine Sachen und fuhr los.

Ich muss gestehen, so einfach war das nicht mit dem Losfahren. Es war mein erster Ausflug mitsamt meiner kompletten Kameraausrüstung auf dem Fahrrad. Mein Stativ versuchte ich auf dem Gepäckträger dingfest zu machen. Leider rutschte es immer wieder durch, fiel einmal sogar komplett vom Rad und wollte erneut festgemacht werden. Es muss ein jämmerliches Bild abgegeben haben, als ich vom Fahrrad stieg und meine einseitige Umhängetasche beim Versuch den verlorenen Sohn einzusammeln immer wieder nach vorne vor meine Brust glitt. Am Ende gewann ich den Kampf knapp nach Punkten, entschied mich beizeiten fahrradtaugliche Ausrüstung zu besorgen und kam schlussendlich an diesem Ort an.

Ich baute mein Stativ auf, setzte die Kamera darauf, kontrollierte noch mal, ob ich unterwegs auch wirklich nichts außer meinen Stolz verloren hatte und begann den Sonnenuntergang zu fotografieren. Ich kannte zwar diesen Ort, hatte ihn aber noch nie so wahrgenommen. Auch wenn mir der Weg von der Couch schwer fiel, ich war schließlich sehr glücklich an diesem Abend dort gewesen zu sein.

Ich gebe zu, ich verfluchte auf dem Rückweg ein bisschen den Abend. Neben meinen üblichen Quälereien mit der Ausrüstung, kam nun eine weitere Schwierigkeit dazu. Eine Facebookmeldung hätte so lauten können: „Sven Bunk ist mit dem Fahrrad an der Lesum unterwegs. Eine Million Mücken gefällt das“. Aber ich kämpfte mich durch bis nach Hause. Zwischendurch machte ich noch ein paar Mal Halt und fotografierte ein bisschen. Unter anderem das Folgende Bild ist dabei entstanden.

Der Rückweg voll Mücken und Matsch

An diesem schönen Platz an der Lesum war ich ebenfalls schon oft. Ich kann dort von Zuhause bequem zu Fuß hinlaufen. Für diesen Abend schien mir der Weg per pedes aber ungeeignet, da ich ja bereits mit dem Fahrrad unterwegs war.

Ich hätte also erst das Bike nach Hause fahren müssen, um dann den Rückweg zu Fuß anzutreten. Also blieb ich einfach direkt dort und parkte mein Rad am Wegesrand. Macht Sinn, oder? 

Dieses Bild ist einige Zeit nach Sonnenuntergang entstanden. Klar, ebendiesen hatte ich ja bereits zuvor an der Weser fotografiert. Was Du hier also am Himmel hell leuchten siehst, ist der Mond. Und was Du da im Vordergrund neben den Steinen siehst, ist Matsch. Und dieser Matsch ist das, was ich nicht so gut sehe, wenn es dunkel ist. Also stiefelte ich mit nagelneuen Schuhen über die Steine hinweg direkt in den Matsch, um diese Aufnahmeposition zu finden. Ich hätte sicherlich mit etwas mehr Geschick den nahezu kompletten Ruin meiner Schuhe verhindern können, aber Geschick ist, war und wird wohl nie meine Stärke.

Ich fotografierte also ein paar Minuten, ließ mich weiter von den vielen Mücken löchern, balancierte über die Steine, um dem Matsch auszuweichen, versagte dabei kläglich und glitt wieder in den Schlamm. Dabei hatte ich Zeit ein bisschen über das Glück nachzudenken. Keines der Bilder an diesem Abend wurde perfekt. Perfektion ist auch nicht unbedingt nötig, um glücklich zu werden. Aber während des gesamten Abends war ich zufrieden, dass ich mich aufgemacht hatte zu diesem Ausflug. Ich war quasi glücklich, direkt vor meiner Haustür. 

Wie dieses Bild entstand

 

Dieses Bild ist ein paar Tage später entstanden. Von diesem Fotoasuflug habe ich bereits im Beitrag „Urlaub im Matsch“ berichtet. Der Titel verrät sogleich, welche Tortur ich hier auf mich nehmen musste. 

Ich fuhr von Zuhause etwa 10 Minuten mit dem Auto in Richtung Ritterhude. Dort befinden sich wunderbare Wiesen rund um die Hamme. Die Hamme ist ein kleiner Fluß, der die Region mit vielen natürlichen Biotopen und der dazugehörigen Artenvielfalt bereichert. Leider gibt es dort, wo es Biotope gibt, auch sehr viel Matsch. Dieses bekam neben meinen Schuhen dieses Mal auch meine Jeanshose zu spüren, die sich geradewegs in den Dreck verabschiedete. Selbstredend steckte ich noch in der Hose, so dass ich mein Kleidungsstück auf diesem Weg begleitete. Lächelnd und fluchend zugleich setzte ich meinen Weg fort und kam schließlich zu diesem Ort. 

Es war ein wunderschöner Morgen in der Einsamkeit. Einsamkeit macht unglücklich, wird oft gesagt. Das mag sein. An diesem Morgen, alleine und mit Matsch beschmutzt, war das Gegenteil der Fall. Ich machte einige Fotos mit unterschiedlichen Motiven und fühlte mich einfach frei. Die Freiheit ist ein wichtiger Grundstein und eine Voraussetzung zum glücklich werden.

Die Faulheit gipfelt – wie dieses Bild entstand

 

Die Überschrift sagt es schon. Für dieses Foto habe ich nicht mal das Haus verlassen. Also liegt das Glück manchmal nicht mal vor der Haustür, sondern sogar dahinter in den eigenen vier Wänden. Auf meiner Terrasse hatte ich im Sommer ein paar dieser Schalen aufgestellt, damit die kleinen Vögel, die mich oftmals mit ihrer Anwesenheit erfreuen, bei den trockenen Verhältnissen was zu trinken bekommen. Dieser kleine Kerl hier hat es sich nicht nehmen lassen und direkt ein Vollbad in der Trinkschale genommen. Ich rate jedem Menschen davon ab, dieses in einem Restaurant zu tun, wenn der Kellner eine Maß Bier bringt, die sich für ein Vollbad eignen könnte. Und wenn doch, bitte ich um fotografische Dokumentation des Ereignisses und einsenden der Bilder an kontakt@svenbunk-fotografie.de

Als ich an diesem Tag den kleinen Piepser bei seinem Vorhaben sah, stürmte ich die Treppe hinauf und holte meine Kamera, die noch nicht einsatzbereit war. Ich musste zuerst mein Teleobjektiv anbringen und betete dabei, dass er sich ein bisschen Zeit ließ mit seiner Dusche. Zu meinem Erstaunen benutzte er das Shampoo nicht, dass ich vor ein paar Tagen für die Racker bereitgestellt hatte. Aber gut, war wahrscheinlich ein Schmutzfink. 

Als ich endlich fertig mit der Technik war, war das Schauspiel vorbei. Aber nur kurz, denn als würde er gewusst haben, dass ich sein Unterfangen bildlich festhalten wollte, kam er kurz darauf wieder und startete von Neuem. Dabei gelang mir dieses Bild durch die geschlossene Terrassentür. Ich war sogar zu faul diese zu öffnen und befürchtete auch nebenbei, dass ich ihn bei seiner Gefiederpflege stören könnte. 

Glück ist, was Du draus machst

 

Es ist keine leichte Aufgabe, mit dem glücklich werden. Aber es ist eine notwendige. Der Alltag in der heutigen, oft schnelllebigen Zeit, ist stressig. Es gibt nahezu keinen Menschen mehr, der nicht mit einer Informationsflut überhäuft wird. Und selten bekommen wir gute Nachrichten zu lesen. Da ist es logisch, dass es immer schwerer wird, sein persönliches Glück zu finden.  

Dabei muss man es gar nicht lange suchen. Es ist da: Direkt vor Deiner Haustür. Du musst nicht weit reisen, um an schöne Orte zu gelangen. Gehe einfach raus und schaue Dir Deine Umgebung an. Gehe vielleicht mal zu anderen Zeiten in die Natur, als Du es gewohnt bist. Nachts zum Beispiel. Genieße die Momente die Du dort erlebst. Denn Glück ist unter dem Strich eine Ansammlung von schönen und einzigartigen Momenten, die Dich nebenbei nicht so schöne Momente mit Gelassenheit erleben lassen. So einfach? … wirst Du jetzt vielleicht Fragen. Ja, so einfach ist es oft. Wenn Du weißt, was Du willst und brauchst, dann musst Du nur oft genug die Dinge tun, die Du willst und brauchst. Und wenn Du dann noch die Dinge lässt, die Dich unzufrieden machen und Dich nicht ausfüllen, dann kannst Du nur glücklich werden. Promise!

Weiterlesen

Lies hier meine weiteren Artikel mit wertvollen Tipps, die Dir Dein Leben erleichtern:

https://svenbunk-fotografie.de/das-macht-man-aber-nicht

https://svenbunk-fotografie.de/nicht-perfekt-ist-perfekt

https://svenbunk-fotografie.de/urlaub-fuer-die-seele

https://svenbunk-fotografie.de/urlaub-im-matsch

Tolle Blogs, die sich ganz dem Thema „Glück“ widmen, findest Du hier:

https://www.gluecksdetektiv.de/blog/

https://www.bewusstgluecklich.ch

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